Bahnhofsmission Kassel-Wilhelmshöhe

Von DEUTSCHER CARITASVERBANS E.V.
Pressestelle

Caritas fordert mehr Prävention und wirksamen Schutz für alle ehrenamtlichen und beruflichen Helferinnen und Helfer, die sich für das Gemeinwesen einsetzen

Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für andere einsetzen, werden zunehmend Opfer von Gewalt. Der Deutsche Caritasverband (DCV) fordert deshalb einen wirksamen und umfassenden Schutz für alle Helfenden.

Die von der Bundesregierung geplante Reform des Strafrechts, das Angriffe auf einzelne Berufsgruppen schärfer sanktionieren will, sieht er dabei kritisch.

In einer aktuellen Stellungnahme zum geplanten Gesetz zur Stärkung des Schutzes des Gemeinwesens sieht der Verband Nachbesserungsbedarf.

Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa: „Wer im Dienst für die Gemeinschaft Verantwortung für andere übernimmt und sich für das Gemeinwesen engagiert, verdient Schutz, unabhängig von Berufsbezeichnung, Ausbildungsabschluss oder Status. Gewalt gegen Helfende ist nicht hinnehmbar, unabhängig davon, ob diese haupt- oder ehrenamtlich tätig sind.

Für ihren Schutz braucht es keine selektiven Strafverschärfungen, aber ein entschlossenes präventives Handeln, das den objektiven Schutz verbessert.“

Aus Sicht der Caritas greift der Gesetzentwurf zu kurz, weil er besonderen strafrechtlichen Schutz für einzelne klar definierte Berufsgruppen verschärft. Die Realität sozialer Arbeit sei jedoch deutlich vielfältiger:

Auch Sozialarbeiterinnen, Mitarbeitende in der Wohnungslosenhilfe, Beratende, Pflegekräfte oder Ehrenamtliche, die Geflüchtete begleiten, seien immer wieder Gewalt und Bedrohungen ausgesetzt.

Prävention und Schutzkonzepte sind wirksam
„Was wirksam schützt, sind ausreichende Personalausstattung, verbindliche Schutzkonzepte, Deeskalationstrainings und gute für Mitarbeitende und Ehrenamtliche“, unterstreicht Welskop-Deffaa. …

4. Februar 2026

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