VON KARIN STÜRZNICKEL-HOLST
Sehr gefreut hatte ich mich über die Einladung zum Adventsnachmittag, bot sich doch so die Gelegenheit, mal wieder in der Bahnhofsmission liebe Gäste und Mitarbeitende zu sehen.
Besonders schön war es, dass Ilka Emmeluth als Überraschungsgast den Weg in die Bahnhofsmission gefunden und für alle kleine Tütchen mit Schokotrüffeln und Plätzchen mitgebracht hatte.
Mit großzügigen Spenden sowie großem persönlichen Einsatz hatte Ilka Emmeluth mit Familie und Belegschaft der Bauunternehmung Emmeluth den Einbau einer neuen Küche in der Bahnhofsmission ermöglicht und im Folgejahr den Weiterbestand des Frauen-Cafés gewährleistet.
Die Freude über das Wiedersehen war auf beiden Seiten groß und als dann noch Sarah Häuser , die vor ihrem Kolumbien- Aufenthalt ein Teil des Frauen-Café-Teams war, spontan zu Besuch kam, konnte man in viele strahlende Gesichter schauen.
Bei Plätzchen und Bratäpfeln hörten die Teilnehmerinnen Geschichten und Gedichte, erzählten sich Geschichten aus ihrer Kindheit rund um die Advents- und Weihnachtszeit und sangen Adventslieder.
Besonders eindrucksvoll waren die Schilderungen von Knecht Rupprecht, der die Kinder damals in Angst und Schrecken versetzte und heute getrost als Vertreter der schwarzen Pädagogik betrachtet werden kann, aber auch vom Weihnachtsmann, der durchaus respekteinflößend war und das Aufsagen von Gedichten einforderte. Meine Tischnachbarin erzählte mir, dass sie in ihrer Aufregung dann Hänsel und Gretel aufgesagt habe und ich spürte beim Erzählen noch die Aufregung von damals.
Aber auch der Zauber der Advents- und Weihnachtszeit wurde geschildert. Verschlossene Türen, das Läuten des Glöckchens und dann der Anblick des prächtig geschmückten Weihnachtsbaumes, damals natürlich mit ordentlich Lametta.
Wie auf einem anderen Kontinent Weihnachten gefeiert wird, erfuhren wir von Sarah, die ihr letztes Weihnachtsfest in Kolumbien gefeiert hat. Sehr eindrucksvoll waren ihre Schilderungen, wie Musikboxen bereits 9 Tage vor Weihnachten auf die Straße gestellt wurden und jeden Tag bis Weihnachten gefeiert wurde. Weihnachten wurden dann Süßspeisen miteinander geteilt, die Kinder beschenkt und alle versammelten sich auch am Heiligabend zunächst auf den Straßen.
Mit kleinen Geschenken, wieder liebevoll vorbereitet von Ilse-Marie Hildebrandt, traten die Frauen ihren Heimweg an und freuten sich bereits auf das nächste Treffen.
Und ich? Ich war nach diesem schönen Nachmittag etwas wehmütig, nicht mehr Teil dieses tollen Teams zu sein. K.St.H.
Zu den Bildern:
1 – Karin Stürznickel-Holst bei Ihrer Teilnahme am Frauencafé der BM kurz vor ihrem Eintritt in den Ruhestand im Mai /
2 – Kleine Besprechung zu Beginn mit Ilka Emmeluth, Ilse-Marie Hildebrandt, Beate Jäger und Projektkoordinatorin Ute Wienkamp / 3 – Natascha Krasny serviert Bratäpfel / 4 -Sponsorin Ilka Emmeluth und Ute Wienkamp / 5 – Ilse-Marie Hildebrandt übergibt ein Geschenk

